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Der wissenschaftliche Beirat des WAI

Der Themenkomplex "H5N1 - Geflügelpest" ("Vogelgrippe", "Pandemische Influenza" usw.) tangiert die unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen. Über den engeren Bereich von Virologie, Tiermedizin und Ornithologie hinaus sind Agrar-, Politik-, Umwelt- und Wirtschaftswissenschaften gefordert, insbesondere aber die Humanmedizin. Dabei stehen Fragen der medizinischen Ethik wie auch wissenschaftlicher Standards im Vordergrund.

Um auch diese Themen mit der gebotenen Sorgfalt und Fachkompetenz zu berücksichtigen, und um der Komplexität des Problems gerecht zu werden, hat sich das WAI zur Berufung eines interdisziplinären wissenschaftlichen Beirats entschlossen.

Personelle Zusammensetzung, Aufgaben und Zweck des wissenschaftlichen Beirates


Der wissenschaftliche Beirat setzt sich aus ehrenamtlichen Mitgliedern verschiedenster wissenschaftlicher Disziplinen zusammen. Sie sind insbesondere eingeladen, Fachbeiträge des WAI kritisch zu analysieren, und auf die Wahrung des wissenschaftlichen Niveaus zu achten.

Ferner möchte das WAI den Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirates eine Plattform zum Ausbau von Themenfeldern bieten, die  in den WAI-Publikationen bislang vernachlässigt wurden.


Hierunter fallen insbesondere Grundsatzfragen aller Art, wie Wissenschafts- und Methodenkritik, das Gesundheitswesen im Allgemeinen wie auch dessen politische Ökonomie im Besonderen.
Die Rolle des wissenschaftlichen Beirates beschränkt sich somit nicht auf eine passive, sondern dieser nimmt vielmehr durch die Ausweitung und Ergänzung der WAI Inhalte eine aktive ein.


Ziel des WAI ist dabei sowohl die Schaffung einer interdisziplinären Diskussionsplattform als auch – daraus resultierend – die Vermittlung eines möglichst kohärenten Bildes der Zusammenhänge, Aspekte und Faktoren um "Geflügelpest (H5N1)"  sowohl der Öffentlichkeit als auch fachlich interessierten Kreisen. Insbesondere möchte das WAI auch einen Informationsaustausch und eine Diskussion der Beiratsmitglieder untereinander ermöglichen und fördern.

Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates


Gemäß der offenen und transparenten Struktur des WAI ist  die Aufnahme in den wissenschaftlichen Beirat mit keinerlei Auflagen verbunden und steht grundsätzlich allen Wissenschaftlern frei, die sich zu bestimmten Aspekten im Themenkomplex "Geflügelpest (H5N1)" in das WAI einbringen möchten. Eine Kontaktaufnahme per Mail an eines der WAI-Vorstandsmitglieder (siehe Impressum) genügt. Ein Austritt aus dem Beirat ist jederzeit und ohne Angabe von Gründen möglich. Vorausgesetzt wird einzig, dass eventuelle Beiträge von Beiratsmitgliedern auf den WAI-Webseiten auch nach ihrem Ausscheiden verbleiben dürfen. Dafür bittet das WAI im Voraus um Ihr Verständnis.

Bislang sind im wissenschaftlichen Beirat des WAI die folgenden Personen vertreten:

 

  • Dr. Hermann Focke, leitender Veterinärdirektor i.R.

Hermann Focke verfügt als ehemaliger Veterinäramtsleiter in einer Region mit der größten Nutztierdichte Europas über intime Kenntnisse agrar-industrieller Haltungssysteme und internationaler Tiertransporte. Hermann Focke erhielt 1994 den Tierschutz-Forschungspreis der Freien Universität Berlin und war 1995 der erste Preisträger des Zivilcourage-Preises der Solbach-Freise-Stiftung.

 

  • Prof. Dr. Erich H. Loewy

Professor of Medicine and Founding Chair of Bioethics (emeritus)

Erich H. Loewy ist Kardiologe und Bioethiker, spezialisiert auf Bioethik mit Schwerpunkt Soziale Gerechtigkeit. Loewy erhielt Lehrstühle für Bioethik an der University of Illinois und der University of California, Davis. Erich Loewy publizierte über 120 peer reviewed Artikel, elf Bücher und viele Kapitel in anderen Büchern. Im Jahre 2000 wurde Loewy mit dem Paracelsusring der Stadt Villach ausgezeichnet, erhielt 2003 den Preis der Geriatriegesellschaft für humanistische Altersforschung und es wurde ihm im selben Jahr das Goldene Ehrenzeichen der Stadt Wien verliehen.

 

  • Prof. Dr. habil. D. W. Fölsch

Universität Kassel / Witzenhausen, FB Ökologische Agrarwissenschaften,
Birkenweg 3
37217 Witzenhausen-Ermschwerd

 

  • Dr. Anita Idel

Tierärztin und Mediatorin. Mitbegründerin der Arbeitsgemeinschaft Kritische Tiermedizin (1982) und des Gen-ethischen Netzwerks (1986). Seit 1986 Lehrbeauftragte an der Universität Kassel zu den tiergesundheitlichen, ökologischen und sozioökonomischen Folgen der Agro-Gentechnik. Consultant im Bereich Landwirtschaft und Tierschutz; Konzeption und Durchführung von Forschungs- und Netzwerkprojekten zur Ökologisierung der Tierzucht, der Erhaltung der Agrobiodiversität und der Kultur des Mensch-Tier-Verhältnisses.