Stockenten aus Massenzuchten (vor allem in Frankreich) werden jedes Jahr zu Hunderttausenden in den Nord- und Ostsee-Anrainerländern freigelassen, um den Jagdspaß von Vogeljägern zu gewährleisten. Doch sie gefährden die Gesundheit der wildlebenden Wasservögel in Europas Norden . Denn sie stammen aus Haltungen, die als Brutstätten von Krankheitskeimen angesehen werden müssen, da nicht artgerechte Engaufstallung großer Tierzahlen ein schlechtes Immunsystem zur Folge hat. Die Tierdichte verschärft darüberhinaus das hohe Risiko einer explosionsartigen Vermehrung von Infektionserregern und von Mutationen. Ein Zusammenhang mit den vermehrten Diagnosen von niedrig-pathogener Aviärer Influenza besonders zwischen Oktober und Dezember unter Wildvögeln liegt nahe - doch die öffentliche Diskussion und in der Folge entsprechende Untersuchungen bleiben aus. Wir fordern dringend eine Änderung der EU-Richtlinie zur Aviären Influenza: Entenzuchtbetriebe müssen verpflichtet werden, Stockenten auf aviäre Influenzaviren zu testen, bevor sie in die Natur ausgesetzt werden.
02.02.2010: In der aktuellen Ausgabe des "Arzneimittelbrief" (Jahrgang 44, Nr. 01) finden Sie zwei lesenswerte Artikel zur Schweinegrippe. Diese Artikel können Sie als "Schnupper-Abo" unter Angabe einer gültigen Mailadresse kostenlos beziehen. Die Titel lauten "Impfung gegen die Schweinegrippe: Gibt es etwas Neues?" so wie "Neuraminidase-Inhibitoren zur Prophylaxe und Therapie der Influenza – eine aktuelle Metaanalyse".
29.04.2009: Vorläufige Kommentare des WAI zum Ausbruch der "Schweinegrippe" H1N1 in Mexiko 2009
Derzeit gibt es irreführende Informationen über die genetischen Merkmale des "neuen" H1N1-Virus, die weite Verbreitung fanden, von allen Medien aufgegriffen und von einigen Experten (z.B. dem Friedrich-Loeffler-Institut) offenbar ohne kritische Prüfung weitergesponnen wurden. Wie die US-Seuchenbehörde CDC inzwischen klargestellt hat, sind die Viren tatsächlich reine "Schweine-Influenzaviren". Eine Mischung von Humangrippe-, Vogelgrippe- und Schweinegrippeviren, wie behauptet wurde, hat es definitiv nicht gegeben..
Vogelgrippe im Landkreis Cloppenburg - diese Nachricht schreckte Ende vergangenen Jahres die Menschen in der Geflügel-Hochburg Niedersachsens auf. Um zu verhindern, dass sich das Virus ausbreitet, ordnete das Land Niedersachsen innerhalb kürzester Zeit die Keulung von mehr als 600.000 Puten an. Die dadurch entstandenen Ausfälle für die Putenwirtschaft in Millionenhöhe glich die Seuchenkasse aus. Zu dem Vorgehen habe es keine Alternative gegeben - so stellten es die Behörden dar. Experten sind da ganz anderer Meinung. Arne Meyer und Ilka Steinhausen haben für NDR Info recherchiert.. (Link zum Podcast)
22.03.2009: Neues im Fall des H5N1 kontaminierten Grippeimpfstoffs des Herstellers Baxter
Die Abgeordnete Dr. Belakowitsch-Jenewein reichte am 22.03. eine parlamentarische Anfrage an den Gesundheitsminister ein. Die Anfrage können Sie im Wortlaut entweder hier auf unseren Seiten oder unter den parlamentarischen Materialen des Parlaments der Republik Österreich einsehen.
18.03.2009: Laborfehler - Ergänzende Informationen zur WAI Pressemitteilung vom 13.03.2009
("Experten kritisieren Reaktionen auf angeblichen Vogelgrippefall")
13.03.2009: WAI Pressemitteilung zur Bayrischen "H5N1" Ente
Experten kritisieren Reaktionen auf angeblichen Vogelgrippefall
Experten des Wissenschaftsforums Aviäre Influenza (WAI) zeigten sich besorgt über die Reaktionen auf den angeblichen Nachweis der hoch pathogenen Vogelgrippe "H5N1 Asia" in Bayern. Die Pressemitteilung finden Sie im Volltext unter unseren Downloads.
24.02.2009: Kleine Anfrage des Bü90/Grüne im Bundestag zum Thema "Vogelgrippe" Die Drucksachennummer lautet: 16/12026. Das WAI wartet mit großem Interesse auf die Beantwortung der in der Anfrage formulierten Fragen und wird die Antworten, sobald vorliegend, ebenfalls den Seiten des WAI veröffentlichen. Wir haben das Dokument im Volltext unter der Kategorie "Hintergrundinformationen" zum Download Bereitgestellt.
23.02.2009: Stellungnahme der AVIR Green Hills zur gestrigen Pressemitteilung des WAI Mit heutigem Datum erreichte uns per E-Mail eine Stellungnahme der AVIR Green Hills (Österreich) zu dem Laborzwischenfall auf Grund mit H5N1 Viren kontamierten Grippeimpfstoffs. Sie können diese im Originaltext hier nachlesen.
22.02.2009: Laborzwischenfall durch mit H5N1 verseuchten Grippeimpfstoff Meldungen tschechischer Medien zufolge kam es in einem Labor der 70 km östlich der Hauptstadt Prag gelegenen Biotest Ltd. in Konarovice zu einem schwerwiegendem Zwischenfall durch mit hoch pathogenen H5N1 Viren kontaminiertem Impfstoff. Eine Pressemitteilung des WAI zum Vorfall finden Sie unter unseren Downloads. Weitere Informationen folgen in Kürze.
Eine Dukumentation der Vorgänge finden Sie auf den Seiten des EDIS („Emergency and Desaster Service“) unter der Kennung BH-20090217-20552-CZE.
01.02.2009: Das Rätsel der "Vogelgrippe": Geflügelpest oder Wildvogelseuche?
Zusammenfassung Die Klassische Geflügelpest durch Influenza-A-Viren der Subtyps H5N1 Asia (»Vogelgrippe«“) hat seit 1996 fast alle Regionen der Alten Welt erreicht, große Verluste in der Geflügelwirtschaft verursacht und mehrmals lokale Bestände gefährdeter Vogelarten dezimiert. Erforschung und Bekämpfung der Vogelgrippe wird seit Jahren von einer Hypothese beherrscht, nach der Wildvögel das Viren-Reservoir der H5N1 Asia-Viren sind und einen entscheidenden Anteil an der Ausbreitung haben. Für diese Hypothese konnten bislang keine Beweise gefunden werden. Eine vorläufige Analyse der bisherigen Ausbreitung unter Berücksichtigung genetischer Viren-Vergleiche zeigt, daß alle Phasen der Ausbreitung durch Handel mit Geflügel und Geflügelprodukten zu erklären sind. Wichtige Faktoren bei der Ausbreitung sind unentdeckte Ausbrüche in Geflügelbeständen, Geflügelimpfungen und zeitweise bestehende Virenreservoire in tiefgekühlten Geflügelprodukten. Ein stärkerer ornithologischer Einfluß auf die Diskussion um die Konsequenzen der Vogelgrippe erscheint geboten, um die offenen Fragen zu beantworten.
Sie finden die Veröffentlichung im Volltext unter unseren Downloads
Das Einzelheft "Anzeiger des Vereins Thüringer Ornithologen" kann auch von Nichtmitgliedern gegen 25 EUR bezogen werden bei:
Verein Thüringer Ornithologen e.V. Dr. Eberhard Mey Ankerweg 16 D-07407 Rudolstadt
Unter der Kategorie "Hintergrundinformationen" wurde hinzugefügt: Johan H. Mooij: "Vogelgrippe (Klassische Geflügelpest) und Zugvögel: Wie gefährlich ist H5N1?"
19.10.2008:Nachtrag zur gestrigen Pressemitteilung
Bereits am 15.10.2008 äußerte sich das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Brüssel zu einem Ausbruchsfall der "Vogelgrippe" im Stadtgut Mölkau, von welchem ausgerechnet der Verbraucher bis zur Veröffentlichung der gestrigen WAI-Pressemitteilung gar nichts wusste. Siehe Seite 10 in: SCOFCAH Brussels, 15 October 2008
18.10.2008: Pressemitteilung
Dritter Fall von „Vogelgrippe“ in Sachsen – die Öffentlichkeit wurde nicht informiert
Wie dem OIE-Bericht (Ref. OIE 7439) vom 17. Oktober zu entnehmen ist, kam es offenbar bereits am 02. Oktober zu weiteren Infektionsfällen in Sachsen. Bei einer im Stadtgut Mölkau nahe Leipzig gelegenen Geflügelhaltung wurden im Tierbestand Influenzaviren des Typs H5 nachgewiesen. Gemäß OIE-Bericht wurden die 106 Tiere der Geflügelhaltung unmittelbar nach Feststellung des Virus getötet. Der OIE zufolge steht die exakte Bestimmung der Neuraminidase seitens des Friedrich-Loeffler-Instituts bis heute aus. Ob es sich um den gleichen, niedrig pathogenen Virustyp H5N3 handelt, wie er offenbar zeitgleich im Zoo Leipzig bei vier Tieren nachgewiesen wurde, ist derzeit ungewiss. Unklar ist ebenfalls, warum die Öffentlichkeit im Fall des Ausbruchs im Stadtgut Mölkau trotz 106 betroffener Tiere nicht unverzüglich informiert wurde. Werner Hupperich / WAI (Ebenfalls unter Downloads verfügbar)
18.10.2008: Stellungnahme des Wissenschaftsforums Aviäre Influenza zu aktuellen Äußerungen von Verbraucherschutz-Organisationen bezüglich potentiell verseuchter, aber dennoch „unbedenklicher“ Lebensmittel. Verfügbar unter Downloads.
12.10.2008: WAI Pressemitteilung: Neun Monate nach der letzten Ausbruchsserie sind in Deutschland erneut Vogelgrippeviren des Typs H5N1-Asia entdeckt worden. Nicht etwa in sterbenskrankem Geflügel, wie man bei einer tödlichen Tierseuche vermuten würde, sondern in völlig gesunden Hausenten in einem Geflügelhof in Sachsen.. (den vollständigen Text der Pressemitteilung finden Sie unter Downloads)
04.10.2008: Am 25.09.2008 erreichte uns ein Anschreiben des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz welches das WAI am 01.10.2008 in aller gebotenen Ausführlichkeit beantwortete. Sie finden die Schreiben sowohl in der Rubrik "Resonanz / Offener Brief" als auch unter "Downloads". Aus Anlass der seitens des BMELV nach wie vor in dessen Anschreiben falsch beurteilten Rolle der Wild- und Zugvögel am bisherigen Ausbruchsgeschehen, finden Sie den Anhang unseres Antwortschreibens auch in Form eines Artikels auf unseren Seiten veröffentlicht: Ausbrüche und Wildvögel?
15.09.2008: Am 18./ 19. September 2008 treffen sich die deutschen Agrarminister, um über Veränderungen der Geflügelpest-Verordnung zu beraten. Das WAI hat sich aus diesem Anlass mit einem offenen Brief an die teilnehmenden Minister gewandt, in welchem der aktuelle Sachstand nochmals zusammengefasst und dementsprechendes Handeln eingefordert wurde.
Vortrag von Dr. Rosemarie Heiß, Geflügeltierärztin bei der Eskildsen GmbH am 09. und 10. Oktober 2006 beim 71. Fachgespräch der DVG der Fachgruppe Geflügelkrankheiten in Hannover. Fotos dazu finden Sie hier.
22.05.2008: Das WAI startet einen Aufruf an von der Stallpflicht betroffene Geflügelhalter. Dieser läuft unter dem Titel "Das Märchen vom Ende der Stallpflicht" und ist vom Menü "Aktuelle Aktionen" zu erreichen. Unter "Downloads" findet sich ebenfalls eine druckbare Version.
19.05.2008: Das WAI hat aktuell eine Umfrage zur Stallpflicht online gestellt. Diese richtet sich sowohl an private ("Hobby-") Geflügelhalter als auch an Landwirtschaftsbetriebe mit Geflügelhaltung. Sie finden diese Umfrage unter dem Menüpunkt "Umfrage zur Stallpflicht".
Unter "Downloads" finden Sie dazu übrigens jetzt auch eine druckbare Fassung der Umfrage zum "offline" ausfüllen.
Das WAI stellt die meisten Dokumente selbstverständlich zum kostenlosen Download bereit. Sie können diese im Hauptmenü auf der linken Seite unter Downloads abrufen.